
Die Osteopathie ist der manuellen Therapie historisch und vom Wesen her verwandt. Grundlage der Osteopathie ist das Wissen um die Wechselwirkung zwischen Struktur und Funktion, denn eine intakte Struktur ist lebenswichtig für ein einwandfreies Funktionieren unseres Körpers.
Die Osteopathie bezieht auch das vegetative Nervensystem mit ein. Umgekehrt ist ein einwandfreies Funktionieren ebenfalls lebenswichtig für den Erhalt der Struktur. Zwischen sämtlichen Systemen des menschlichen Körpers bestehen Wechselwirkungen. Ziel der Osteopathie ist es, gestörte Bewegungsfunktionen bestimmter Strukturen wiederherzustellen und so wieder intakte Wechselbeziehungen ähnlich einem einwandfrei funktionierenden Uhrwerk herzustellen.
Wie wird behandelt?
In der osteopathischen Behandlung arbeitet man nicht mit Medikamenten oder Instrumenten, sondern nur mit den Händen: Es werden so Strömungen, Bewegungen und Spannungen im Körper erspürt, Blockaden in allen Systemen des Körpers gelöst und vor allem die Selbstheilungskräfte mobilisiert. Meist wird mit sanften Techniken gearbeitet. Dabei können auch chirotherapeutische Griffe angewandt werden. Vor einer Manipulation sollte jedoch eine exakte Diagnose gestellt und ggf auch ein Röntgenbild angefertigt werden. Manipulationen sollten nicht bei fortgeschrittener Osteoporose oder nach einem Unfall erfolgen.
Welche Krankheiten können therapiert werden?
Osteopathie kann grundsätzlich bei allen Funktionsstörungen des Körpers angewandt werden, insbesondere auch bei chronischen Beschwerden. Sehr gute Erfolge hat man zum Beispiel bei Verspannungen oder Verletzungen des Skeletts und der dazugehörigen Muskeln und Bänder, Bandscheibenvorfall, Hexenschuss, Folgen von Unfallverletzungen und Kiefergelenksprobleme. Aber auch bei Tinnitus, Verdauungsprobleme, Inkontinenz und prämenstruellen Beschwerden kann eine osteopathische Therapie helfen. Bei Säuglingen und Kinder empfiehlt sich eine besondere Form der Osteopathie, die Cranio-Sakrale Therapie anzuwenden, die insbesondere bei Problemen, die auf Traumata bei der Geburt oder später zurückgehen, unterstützend wirken kann.
Dr. med. Jessica Männel
Naturheilzentrum
Kloster Gerresheim
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